AD: Alles Dürer! Der KPZ-Aktionsraum zur Ausstellung der Frühe Dürer

 

 

AD erzählt Bildgeschichten

Highlight der Ausstellung "Der frühe Dürer" war das aus den Uffizien in Florenz entliehene Tafelgemälde "Die Anbetung der Könige" von 1504. Das von Friedrich dem Weisen für die Schlosskirche in Wittenberg in Auftrag gegebene Gemälde besticht durch ungewöhnliches Format, strahlende Farbigkeit und die Erzählfreude. Anlass für uns, die auf dem Bild dargebotene Geschichte in allen ihren Details auf ungewöhnliche Weise erfahrbar zu machen.

Umsetzung:

Eine große Reproduktion des Gemäldes hängt an der Rückwand der Nische. Hocker stehen davor und laden ein, sich Zeit zu nehmen bei der Erkundung des Bildes.

Dazu gibt es Hilfsmittel. In einem Regal liegen Gegenstände zum Anfassen, die sich auf dem Bild wiederfinden lassen. Es gibt eine goldene Kordel, ähnlich dem Gürtel der Maria, eine Straußenfeder, wie auf dem Hut des Afrikaners, ein Stück Nerzfell, einen Sandstein mit Monogramm AD, eine eiserne Mauerklammer, Sporen, eine gelbgoldene Quaste, weiße Handschuhe, ein Hirschkäfer in Acrylglas und einen gold-schwarzen Stoffknoten. Es gibt aber auch assoziativere Gegenstände wie ein Papierschiffchen, das auf das Schiff auf dem Gewässer im Hintergrund verweisen soll, zwei Tauben, ein Fachwerkhaus, Schmucksteine und Weihrauch und Myrrhe, die in den Goldgefäßen zu denken sind.

Ein zweites Regal enthält Texttäfelchen. Sie bieten Denkanstöße, zusätzliche Informationen, aber auch Erstaunliches.

Endlich da!


AD hat den weiten Weg der Könige gemalt: Vorbei an einer Burg, einem See oder Meer, einem Rastplatz, durch ein großes Tor ...

Einsturzgefahr?


Die vielen Ruinen im Hintergrund stehen für die alte Zeit. Mit der Geburt des Jesuskindes beginnt nach dem christlichen Glauben eine neue Zeit …

Vorhang auf! Licht an!


AD ordnet seine Figuren wie Schauspieler auf einer Bühne an. Doch wo spielt sich das alles ab? In Pompeji, Bethlehem oder gar in der Fränkischen Schweiz ...?

Stylish?


Die Könige sind kostbar gekleidet, wie es ihrem Stand entspricht. AD malt sie nach der Mode seiner Zeit …

Geschenke her!


Die drei Könige halten goldene Gefäße in ihren Händen. AD kennt solche Gefäße aus den Kirchen Nürnbergs und aus der Goldschmiedewerkstatt seines Vaters ...

Blau! Rot! Grün und Gold!


Vor dem Gemäuer im Hintergrund strahlen die Farben der Gewänder ganz besonders. AD betont mit den Farben die Bedeutung seiner Figuren...

Heiter bis sonnig!


Alles erscheint in einem warmen Licht. Aber eine bestimmte Tagesoder Jahreszeit ist nicht zu erkennen ....

Hut ab! Hut ab! Hut ab!


Aus Ehrfurcht vor dem Kind haben die Könige ihre Kopfbedeckungen abgenommen. Kronen sind es allerdings nicht ...

Fehlt da nicht etwas?


Die Heiligen Drei Könige, Maria und dasJesuskind, sogar Ochs und Esel sind dabei. Aber AD hat bei diesem Krippenspiel auch einiges weggelassen ...

Tierisches Treiben!


Da tummelt sich einiges: Käfer, Schmetterlinge, Tauben, Ochs, Esel, Pferde, Hunde, Goldadler, ein Lindwurm beißt sich in den Schwanz und mindestens ein Strauß musste Federn lassen ...

Da schau her!


Keiner blickt das Jesuskind an, obwohl es doch die Hauptperson ist ...

Langfinger oder Handlanger?


Wer ist der Mann, der in der großen Tasche kramt? Woher kommt er und was hat er vor ...?

AD – ein König aus dem Morgenland?


Bei dem blonden jungen Mann im grünen Mantel könnte man meinen, dass AD sich selbst gemalt hat ...

Erstaunlich!


Buckel an Buckel und doch ein Gefäß ....

Nicht berühren!


Kostbares wird oft mit Handschuhen oder Tüchlein bedeckt oder überreicht. Das gilt auch für das Jesuskind ...

Hier redet nur einer!


... und zwar ziemlich lautstark ...

 

 

 

Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Stand: 19.12.2012, 14:18 Uhr

 

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