Germanisches Nationalmuseum

30 Jahre Straße der Menschenrechte

 

Thementag Menschenrechte
im Germanischen Nationalmuseum
Sonntag, 28. Oktober 2018

Anlässlich des Jubiläums der Straße der Menschenrechte veranstaltet das Germanische Nationalmuseum einen  Thementag rund um die Menschenrechte. In Führungen stehen die Straße der Menschenrechte von Dani Karavan sowie Museumsexponate mit Menschenrechtsbezug im Mittelpunkt. Unter anderem werden auch die Sammlungsbestände des Museums kritisch beleuchtet: Wie betrachten wir heute Objekte, deren Herstellung, Nutzung oder Präsentation einst mit der Verletzung von Menschenrechten einhergingen?
Menschen mit Hör- und Sehbehinderung können zwei spezielle Führungsangebote nutzen, zu denen alle anderen interessierten Besucherinnen und Besucher ebenfalls herzlich eingeladen sind.
Bei einer Kunstaktion des KPZ in der Eingangshalle des Museums können sich alle Besucherinnen und Besucher einbringen und ihre Sicht auf das Thema Menschenrechte zum Ausdruck bringen.

Der Eintritt und die Führungsteilnahme sind frei.
Maximal 25 Teilnehmer pro Führung

10:15 Uhr
Die Straße der Menschenrechte. Geschichte, Bedeutung und Strahlkraft
Dr. Sonja Mißfeldt, Pressesprecherin des GNM

11:00 Uhr
Frei und gleich an Würde. Vom Streben nach Würde und Menschenrechten
Die Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums bergen kulturgeschichtliche Zeugnisse zum Werdegang der Menschenrechte im deutschen Sprachraum. Albrecht Dürer lässt einem alten Mann seine Würde, ein Nürnberger Kaufmann unterwirft sich den Sieben Werken der Barmherzigkeit, Johann Baptist Strobl verwirklicht Bildungsansprüche, Jacob und Wilhelm Grimm ziehen die Emigration dem Verfassungsbruch vor, Dani Karavan schafft die Straße der Menschenrechte. Andreas Puchta M.A.

12:00 Uhr
Von Recht und Unrecht. Dokumente zu den Menschenrechten aus dem Deutschen Kunstarchiv
Die im Deutschen Kunstarchiv verwahrten Dokumente muten in ihrer Materialität ungleich fragiler an als die Säulen Dani Karavans, doch buchstabieren die überlieferten Tagebücher und Briefe, Ausweise und Akten das in Artikel 27 festgehaltene Recht auf kulturelles Leben, Teilhabe am wissenschaftlichen Fortschritt und Urheberschutz in allen erdenklichen Variationen aus. Die Archivführung lenkt den Blick auf Archivalien unterschiedlicher Zeit und Herkunft. Manifestationen der Ausgrenzung und Aushebelung menschlicher Grundrechte stehen eindrucksvolle Zeugnisse der Hoffnung auf Sicherheit und Freiheit, gerade auch des künstlerischen Ausdrucks, entgegen. Dr. Susanna Brogi, Leiterin des Deutschen Kunstarchivs

13:00 Uhr
Knochenschiff. Beschäftigungstherapie für Kriegsgefangene?
Während der Revolutions- und Napoleonischen Kriege (1792-1815) gerieten so viele Soldaten in britische Gefangenschaft wie nie zuvor. Manche verblieben mehr als ein Jahrzehnt in Gefangenschaft. Die meist französischen Kriegsgefangenen, oft hervorragend ausgebildete Handwerker, nutzten die langen Stunden der Gefangenschaft unter anderem zum Bau von Schiffsmodellen aus Tierknochen, die sie aus den Gefängnissen heraus als Sammlerobjekte verkauften. Das Knochenschiff im GNM zeugt noch heute von der erstaunlichen Kunstfertigkeit seiner Schöpfer. Dr. Heike Zech, Leiterin der Sammlung Kunsthandwerk bis 1800 und Handwerksgeschichte

13:30 Uhr
Frei und gleich an Würde. Vom Streben nach Würde und Menschenrechten
Führung mit Gebärdendolmetscherin für Gehörlose und Hörende
Andreas Puchta M.A. und Alexa Dölle

14:00 Uhr
Dürfen Waffen schön sein?
Historische Waffen gehören zu den ältesten Sammlungsbeständen im GNM. Darunter befinden sich prächtige Exponate, die einst Status- und Repräsentationsobjekte  Ihrer Besitzer waren. Der künstlerische Wert dieser Waffen lässt sie als schönes Kunsthandwerk erscheinen. Doch können wir ihren einstigen Nutzen – das Töten und Verstümmeln von Menschen – bei der musealen Präsentation und Bewertung außer Acht lassen? Dr. Thomas Eser, Leiter der Sammlung Historische Waffen

14:30 Uhr
Die Straße der Menschenrechte. Führung für Sehbehinderte, Blinde und Sehende
Michael Käser M.A.

15:00 Uhr
Die Würde des Menschen – bis über den Tod hinaus?
In der vorgeschichtlichen Sammlung des GNM sind zwei Hockergräber der Rössener Kultur ausgestellt. Sie wurden bereits im 19. Jahrhundert im Hinblick auf ihre spätere museale Präsentation „in situ“ (im Block) geborgen. Bis heute verraten uns die beiden Gräber vieles über die Menschen der damaligen Zeit und ihre Jenseitsvorstellungen. Doch bringt das Ausstellen menschlicher Überreste auch ethische Fragen mit sich, die aktuell in der Museumswelt diskutiert werden. Dr. Angelika Hofmann, Leiterin der Sammlung Vor- und Frühgeschichte/Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit

16:00 Uhr
„Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.“ Die Suche nach NS-Raubkunst im GNM
Auch das Recht auf Eigentum gehört  zu den Menschenrechten. Deshalb bemühen sich Museen um Aufklärung vergangenen Unrechts, indem sie Provenienzforschung betreiben und Ankäufe aus der Zeit des Nationalsozialismus auf ihre Herkunft hin befragen. Welche Objekte gelangten rechtmäßig ins Museum, welche wurden ihren früheren Eigentümern NS-verfolgungsbedingt entzogen? Dr. Anja Ebert, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Provenienzforschung

 

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Führungen für Erwachsene und Familien in der
Straße der Menschenrechte und
in der Ausstellung
„Way of Human Rights by Dani Karavan“
in der KREIS Galerie

 

Die Straße der Menschenrechte.
Geschichte, Bedeutung und Strahlkraft

Sonntag, 28.10.2018, 10:15 Uhr
Mittwoch, 31.10.2018, 19:00 Uhr
Sonntag, 4.11.2018, 11:00 Uhr
Sonntag, 2.12.2018, 11:00 Uhr

Dauer 60 Minuten, Teilnahmegebühr: 3 Euro, Eintritt frei
Treffpunkt: Foyer Germanisches Nationalmuseum
Mit Dr. Sonja Mißfeldt, Pressesprecherin des GNM

 

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Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen in der
Ausstellung „Way of Human Rights by Dani Karavan“
in der KREIS Galerie

 

Lehrerinformationsveranstaltung
Freitag, 19. Oktober 2018, 16 Uhr (90 Minuten, ohne Anmeldung)
mit Thomas May (Vorstand der Künstlergruppe Der KREIS) und
Pirko Julia Schröder (KPZ).

 

Kinderrechte - Menschenrechte
Zu Beginn der Veranstaltung führen Bildkarten zum Thema und lenken ein gemeinsames Gespräch. In der Straße der Menschenrechte stellen wir dann die Verbindung von den allgemeinen Menschenrechten zu den Rechten der Kinder her. Dabei wird auch die Straße der Menschenrechte als Kunstwerk im öffentlichen Raum diskutiert und die Ausstellung in der KREIS Galerie besucht. Zum Schluss denken wir darüber nach, wie und wo sich Kinder heute engagieren können.

Dauer 90 Minuten
4. bis 6. Jahrgangsstufe von Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderzentren

 

Die Straße der Menschenrechte
Vor dem Haupteingang des Germanischen Nationalmuseums schuf der israelische Künstler Dani Karavan die Straße der Menschenrechte. Wir analysieren das Kunstwerk und diskutieren seine Wirkung im öffentlichen Raum und vertiefen unsere Erkenntnisse in der Ausstellung der KREIS Galerie. Wie vermittelt sich die Botschaft des Künstlers und warum hat die Straße der Menschenrechte für Nürnberg eine besondere Bedeutung? Abschließend besuchen wir im Museum die Abteilung „20. Jahrhundert“, um das Thema zu vertiefen.

Dauer 90 oder 120 Minuten, auch in englischer oder italienischer Sprache
Ab der 7. Jahrgangsstufe von Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Beruflichen Schulen und Fachoberschulen

 

 

Buchen im KPZ
Abteilung Schulen und Jugendliche
Tel (0911) 1331-241
Fax (0911) 1331-318
E-Mail schulen@kpz-nuernberg.de

 

Adresse:
Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
90402 Nürnberg

Öffnungszeiten:
Di – So 10 – 18 Uhr
Mi 10 – 21 Uhr
Mo geschlossen
Mi 18 – 21 Uhr freier Eintritt

Eintrittskasse: (0911) 13 31 201
Info-Telefon: (0911) 13 31 284

Website des GNM

 

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Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Stand: 07.09.2018, 15:45 Uhr

 

Logo Stadt Nürnberg Logo GNM Das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
ist eine gemeinsame Einrichtung der Stadt Nürnberg und der Stiftung Germanisches Nationalmuseum.