AZZURRO | Skulpturen von Claudia Endres
16.4.2026 - 2.8.2026

Ihre erste künstlerische Ausbildung erfuhr die Bildhauerin Claudia Endres, geboren 1956 in Altdorf bei Nürnberg, in der Holzbildhauerschule in Bischofsheim/ Rhön. Ab 1982 schloss sich ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg in der Klasse von Prof. Christian Höpfner an. 1987 wurde sie zur Meisterschülerin ernannt.
Seit den frühen 1990er Jahren widmet sich Claudia Endres fast ausschließlich dem Werkstoff Stein. Mit ihrer aufwändigen Arbeitsweise hat sie einen besonderen Stil entwickelt, der ihr ein Alleinstellungsmerkmal sichert: Ihre, mit großem körperlichen Einsatz, aus extrem hartem Gestein herausgearbeiteten „Kernbohr-Skulpturen“ sind einzigartig auf dem deutschen Kunstmarkt. Für diese Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Debütantenpreis des BBK, dem Förderpreis des Bezirks Mittelfranken und dem Stipendium des Freistaates Bayern.
2008 richtete Claudia Endres einen vom Großvater geerbten Bierkeller an der Löwengrube/Prethalmühle bei Altdorf als Ausstellungsraum ein: Die „Kunsthöhle“, in der sie mit eigenen Arbeiten die Ausstellungsreihe „Höhlungen“ zeigte, betrieb sie bis 2020. Sie lebt und arbeitet im Nürnberger Künstlerstadtteil Gostenhof. In ihrem Atelier in der dortigen Mittleren Kanalstraße entwickelt sie unermüdlich ihre „Kernbohr-Skulpturen“ weiter und gibt Kurse in Steinbildhauerei.
Anlässlich des 70. Geburtstags der Künstlerin widmet ihr das Museum Tucherschloss eine große Einzelausstellung mit 26 Arbeiten auf dem musealen Freigelände. Im Kontrast zum grünen Ambiente des Renaissancegartens und der pittoresken Sandsteinarchitektur des Tucherschlosses werden ihre – zumindest vordergründig – ungegenständlichen „Kernbohr-Skulpturen“ aus dem blauen brasilianischen Quarzitstein „Azul do Macaubas“ besonders wirkungsvoll zur Geltung kommen.

Künstlerin Claudia Endres im Innenhof ihres Ateliers in Nürnberg-Gostenhof. Fotoaufnahme von Ralph Schirrmeister, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.
Buchungsdienst des KPZ
(0911) 1331 241 (Telefonzeiten)
kpz@gnm.de
