Theatre of Speaking Objects – Sammlung Wilhelm Otto Nachf.
22.3.2025 - 8.6.2025

Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Installationen und Videoarbeiten aus einer Kölner Privatsammlung, die seit Mitte der 1980er-Jahre gewachsen ist, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.
Im Gegensatz zu musealen Sammlungen, die oft nach historischen oder wissenschaftlichen Gesichtspunkten zusammengestellt werden, setzen Privatkollektionen individuelle Akzente und reflektieren persönliche Leidenschaften. Sie gewähren einen tiefen Einblick in die Welt der sammelnden Person – eine Welt, die durch subjektive Vorlieben, Erlebnisse und Entdeckungen geprägt ist. Die Slg. Wilhelm Otto Nachf. ist ein beeindruckendes Beispiel für eine solche, persönlich kuratierte Sammlung.
Ihren Ursprung hat die Privatkollektion in Köln. In den 1980er-Jahren entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der europäischen Gegenwartskunst: Bereits ab 1967 etablierte sich in Köln die weltweit erste Messe für zeitgenössische Kunst. Auch die legendäre Ausstellung Westkunst - Zeitgenössische Kunst seit 1939 wurde 1981 in Köln präsentiert. Und spätestens nach dem Erfolg der „Neuen Wilden“, einer Künstlergruppe, die Anfang der 1980er-Jahre mit ihrer unbeschwerten und ausdrucksstarken Malerei für Aufsehen sorgte, erlangte die Domstadt internationale Bekanntheit. Während Düsseldorf mit seiner renommierten Kunstakademie und den bedeutenden Ausstellungshäusern glänzte, formierte sich die legendäre Kölner Kunstszene informell: Man traf sich in Kneipen und Clubs wie dem Roxy, in Cafés wie dem Broadway und Central.
Dieses Umfeld war Nährboden und Impulsgeber für die Slg. Wilhelm Otto Nachf. Zu den herausragenden Kölner Positionen der Sammlung zählen Künstlerinnen und Künstler wie Cosima von Bonin, Isa Genzken, Georg Herold oder Marcel Odenbach. Doch die Sammelleidenschaft des Unternehmers, der anonym bleiben möchte, beschränkte sich nicht auf die Kunstszene der Domstadt: Heute umfasst seine Kollektion auch Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Videoarbeiten international gefeierter Künstlerinnen und Künstler wie Ed Atkins, Miriam Cahn, Petrit Halilaj, Cindy Sherman oder Wolfgang Tillmans.
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Petrit Halilaj: Untitled (For_Felix), 2020, Courtesy the artist & ChertLüdde, Berlin. Fotoaufnahme von Andrea Rossetti.
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